Mehr Farbe tut dem Golfsport gut

Golfart, Golfer

POP-ART MEETS GOLF 

Ich denke, dass der Golfsport durchaus ein bisschen Farbe gebrauchen kann. Das hat nicht nur mit der momentanen Tristess auf den Golfplätzen zu tun, sondern generell kann der Golfsport irgendwie eine Verjüngung gebrauchen. Die Attraktivität des Golfsports bei jungen, sportlich ambitionierten Jugendlichen sinkt. Das belegen Zahlen, die in letzter Zeit im Netz kursieren. Als Mutter von vier schulpflichtigen Kindern ist die Akzeptanz in der Schule für die Sportart Golf nach wie vor nicht zu vergleichen mit der Akzeptanz anderer Sportarten, die mehr in die Breite gehen. Vor einigen Jahren wurde sogar an der Schule meiner Kinder diskutiert, wieso es überhaupt eine JtfO – Jugend trainiert für Olympia- Mannschaft geben soll. Mache es Sinn? Wie funktioniere es? Müsse das sein? So etwas erleben andere junge Golfer vielleicht nicht an ihren Schulen, aber die Tendenz zur Abneigung zur Sportart Golf ist immer noch da. Zu meiner Schulzeit hatte ich ähnlich zu kämpfen, da gab es zwar noch keine JtfO – Bewegung, jedoch auch Mannschaftsturniere mit Spielern aus ein und der selben Schule. Schulbefreiung war kompliziert, nur mit freundlichem Vorsprechen meiner Eltern bei den Lehrern klappte es. Der einzige Lehrer, der positive Signale gab, war der Direktor – und das war mein Trumpf. Am Ende haben es die Lehrer mir jedoch im Unterricht immer wieder schwer gemacht. Aber es hat sich alles gelohnt. Das Einstehen für seine Sportart und die Leidenschaft und die Motivation für etwas prägt Kinder ihr Leben lang. Das Umgehen mit Erfolg und Misserfolg, guten Runde geniessen und schlechte Runden akzeptieren, Selbstreflektion und kritisches Hinterfragen und vieles mehr gehört zu einem Golfsportler dazu und wer dies in jungen Jahren schon erlebt, der ist gestärkt fürs Leben!